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Mittwoch, 21.11.2018

K 180 – POMMERN

 

Das Boot wurde 1980 „in Dienst gestellt“ und am 01.04.1981 in den Bestand der GST (Gesellschaft für Sport und Technik) aufgenommen. Nachdem sich so einiges aufgelöst hatte, so auch die DDR, GST und alles, was das Alphabet noch so hergibt, wurde neu alphabetisiert, sozusagen, und es entstand der SSC „Hanse“ e.V. Stralsund (auf dessen Seite Du Dich gerade befindest).

Doch zurück zum Wesentlichen. Die „Pommern“ hieß damals noch „Papyrus“, obwohl sie gar nicht so aussah. Sie trägt die Segelnummer K 180. Der Rumpf besteht aus glasfaserverstärktem Kunststoff, kurz GFK.

Masten und Spieren waren ursprünglich aus Holz, die Wanten aus einfachem Stahldraht, Beschläge und Schrauben verzinkt und verrostet, die Farbe vergilbt, die Segel alt und fleckig, der Hintern kalt und dreckig.

So war das damals!

Fragt mich nicht, warum in unserem Verein alle Bootsnamen mit P beginnen müssen, außer bei unserem Arbeitstier, dem Motorkutter „Seelöwe“. Vielleicht hat das was mit den alten P-Linern zu tun. Doch das wäre wohl etwas anmaßend ... Etwas!

 

FREUNDLICHE ÜBERNAHME

Man könnte an Vorhersehung glauben. Bezeichnenderweise hatte ich auf „Papyrus“ 1994 (Christi Himmelfahrt) meinen ersten kleinen Kuttertörn mitsegeln dürfen. Ronald Fuhrmann, dem damaligen Skipper, sei Dank. Und wie das mit alten Zeiten so ist, sie gehen vorüber.

1999 tat sich für mich die Möglichkeit auf, dieses Boot als Bootsführer zu übernehmen. Ich hatte keine Mannschaft, mußte mich aber entscheiden. Und das geschah innerhalb von Minuten. So verließen Janka und ich unser schnellstes Pferd im Stall, den „Passat“, und besetzten ein Schiffchen ohne Crew.

GENERAL-ÜBERHOLT

Es stand viel Arbeit ins Haus. K 180 bekam u.a. eine neue Scheuerleiste, Kielschiene, Grundierung und weiße Außenlackierung ( Vor allem Peter und Horst sei an dieser Stelle noch mal gedankt. ) Und schließlich wurde sie, da ich den alten Namen unpassend fand, in „POMMERN“ umgetauft.

 

In den folgenden Jahren führten wir weitere aufwendige Arbeiten durch. So wurden die alten Auftriebskörper (Schaum) durch neue ersetzt – eine schweinische Arbeit. Die Duchten, das Ruderblatt, die Rundselklappen  wurden erneuert. Wir ließen eine Persenning fertigen, um das Übernachten auf Mehrtagestörns wieder möglich zu machen. Das Boot wurde mit einem neuen Alurigg, Groß- und Besantraveller ausgestattet, der Kiel wurde saniert und 2007 erhielt die Lady ein dunkelblaues Lackkleid (;-)).

DER ERSTE ERSTE

Unser Hauptaugenmerk gilt dem Regattasegeln. Wir nehmen im Jahr durchschnittlich an 6 Wettkämpfen teil. 2003 ersegelten wir in Zingst den ersten Pokal für dieses Boot, den 3. Platz (Grüße an Susi und Christian). Über die Jahre ist eine allmähliche Verbesserung der sportlichen Ergebnisse zu verzeichnen. Sie fand ihre vorläufige Krönung im Jahre 2006. Aus technischen Gründen vorübergehend auf die freie „Pegasus“ umgestiegen und nach Erwerb gebrauchter Regattasegel von der Passat-Crew, landeten wir bei vier Regatten unter den ersten 10 und holten in Greifswald den Gaffelrigg-Cup nebst Wanderpokal, den wir nun, 2007, verteidigen müssen.

 

FAHRTENSEGELN

ist das zweite Standbein. Seien es Tagestouren oder auch mehrtägige Törns, diese zweifellos entspannte Art des Segelns nimmt so ziemlich den Rest unserer Freizeit in Anspruch. Bisherige Höhepunkte waren neben den Rund-Rügen-Touren 2002 (linksrum) und 2004 (rechtsrum) natürlich der 2-Wochentörn durch die schwedischen Schären südlich Stockholms.

M  I  T  M  A  C  H  E  N  !!!

Wir suchen nach wie vor Interessierte, die aktiv segeln und unsere Crew auf Dauer verstärken wollen!

Ob Mann, ob Weib, ob 10, ob 100 Jahre alt - Versuch macht kluch!

Auch Gäste sind bei uns an Bord herzlich willkommen. Zumeist sind noch Plätze frei, wenn es für ein oder mehrere Tage z.B. nach Hiddensee geht.

Also traut Euch und kontaktiert uns über:

kontakt(at)seesport-stralsund(dot)eu